Leichtbau-Projektgruppen

zur Leichtbau-Strategie in Baden-Württemberg

Als Orientierungshilfe gerade für kleine und mittlere Unternehmen arbeiten Wirtschaft und Wissenschaft zusammen mit der Leichtbau BW in einem Strategieprozess an einer Roadmap für den Leichtbau in Baden-Württemberg.

In aktuell 11 Projektgruppen identifizieren Vertreter aus Industrie und Forschung Themenfelder, die mit Priorität angegangen werden müssen. Abgeleitet daraus werden konkrete Projekte initiiert, um die Entwicklung Baden-Württembergs zu einem Spitzenstandort im Leichtbau weiter voranzubringen.

Folgende Arbeitsgruppen haben sich konstituiert:
 

  • Projektgruppe 1: Verbindungs- und Fügetechnik

    Verbindungs- und Fügetechniken (z. B. Kleben, Schweißen) unterschiedlicher Werkstoffe in einem Bauteil sowie Materialkombinationen stehen im Vordergrund der Projektgruppe. Auch Themen wie fügegerechte Bauteilgestaltung, neue Montagetechniken sowie Verbindungslösungen im Multi-Material-Design und hybriden Leichtbau-Strukturen gehören ins „Portfolio“.

  • Projektgruppe 2: Neue Werkstoffsysteme

    Die Projektgruppe 2 entwickelt neue Werkstoffe, bis hin zur Einsatzreife und befasst sich mit der Simulation und digitalen Erfassung von Materialkenndaten.

  • Projektgruppe 3b: Produktmehrwert/Design

    Die Projektgruppe 3b befasst sich mit Entwicklungs- und Designtools, die den Kundennutzen erhöhen. Im Zentrum steht somit der Dreiklang aus Design – Material – Prozess. Exemplarisch werden Bauweisen behandelt, vereinfachtes Engineering, Konzeptfindung im Systemleichtbau sowie die Unterstützung durch neue Softwaretools.

  • Projektgruppe 4: Bauteil- und Prozesssimulation

    Die Projektgruppe 4 befasst sich mit dem Entwicklungs- und Herstellungsprozess und dabei vorrangig mit Themen des Digital Engineering. Mehr Informationen zum Thema Digital Engineering finden Sie auch hier In der PG 4 sind Sie also genau richtig, wenn Sie sich mit Themen wie werkstoffgerechtem Design, Topologieoptimierung oder Simulationswerkzeugen (z. B. zu Material- und Strukturverhalten sowie Prozessen) befassen.

  • Projektgruppe 5: Hybrider Leichtbau

    Der Kerngedanke des hybriden Leichtbaus lautet: „Join the best“. Daher befasst sich die Projektgruppe mit einer intelligenter Materialauswahl, -kombination, -ein, bzw. -aufbringung. Ziel ist somit die Verbindung verschiedener Werkstoffe zur Erreichung eines maximalen Leichtbaugrades durch Funktionserweiterung und -integration sowie optimierte Konstruktion.

  • Projektgruppe 7: Produktion, Prozesse, Prozessketten

    Welche Fertigungstechniken haben speziell für den Leichtbau Zukunftspotenzial? Unter anderem stehen hier folgende Themen im Fokus: Integration neuer Fertigungstechnologien in bestehende Prozesse; flexible Produktionsanlagen; Produktionstechniken für „neue“ Materialien und für die Serienproduktion. Auch die Steigerung der Produktivität und dadurch ein Senken des Materialverbrauch gehört zum „Lösungsraum“.

  • Projektgruppe 8: Lebenszyklusbetrachtung, CO2/ Ökobilanz, Recycling

    „Leichtbau muss ökologisch besser sein“ – dies ist das Credo der PG 8. Hierzu soll ein Eco-Design-Tool entwickelt werden, das ökologische, ökonomische und technische Kriterien gleich bewertet. Zudem soll es ressourcen- und energieeffiziente Produktionsverfahren ermöglichen – stets im Rahmen einer genormten, transparenten Vorgehensweise.

  • Projektgruppe 12: Versorgung von Urbanisationen

    Eine Integration von Transportwesen, Infrastruktur, Logistik und Architektur wird von der Projektgruppe 12 angestrebt, deren Teilnehmer sich aus sämtlichen Bereichen des städtischen Systems zusammensetzen – von Architekten, über Bauingenieure, kommunale Vertreter, bis Bauwesen und Wohnungswirtschaft. Das Ziel besteht also darin, den Leichtbau von der Bauteil- und Produktebene auf städtische Quartiere zu übertragen. Mehr zum Thema "Leichtbau im urbanen System" finden Sie hier

  • Projektgruppe 13: Additive Fertigungssysteme und -Prozesse

    Additive Manufacturing ist keine exotische Prototypen-Methode mehr, sondern steht an der Schwelle zur Serienfertigung – diese Überzeugung teilt auch die Projektgruppe 13. Die Verwirklichung von bionischen Strukturen, Material nur an den Stellen einzusetzen, wo es benötigt wird und die Funktionsintegration sind nur einige der Themen mit enormem Zukunftspotenzial, welche die PG 13 umtreiben.

  • Projektgruppe 14: Quantencomputing für Materialsimulation

    Projektgruppe 14: Quantencomputing für Materialsimulation

    Heute werden im Periodensystem im Wesentlichen nur wenige (5-10) der über 100 Elemente genutzt. Durch die Erweiterung des Suchraums auf das gesamte Periodensystem ergeben sich unzählige neue Möglichkeiten von neuen Materialien, Materialkombinationen und Legierungen. Dies ist nur mittels Quantencomputing möglich.

    Quantencomputing halbiert Entwicklungszeit und -kosten, verkürzt die Time-to-Market und schont die Ressourcen. Somit wird ein wichtiger Wettbewerbsvorsprung erzielt. Mehr zum Quantencomputing finden Sie hier

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    Setzen Sie sich an die Spitze: Was das Quantencomputing für den Leichtbau und für Sie bringt & werden Sie Projektgruppenmitglied

     

    Bisher haben wir über das Quantencomputing nur geredet – jetzt wollen wir mit Ihnen ins Doing gehen. Was das Quantencomputing für Sie bringen kann, und wie Sie jetzt und heute Zugang zu einem solchen Rechner bekommen, wollen wir mit Ihnen bei unserer ersten Projektgruppensitzung am 12. Juli 2021 diskutieren. Dazu haben wir Dr. Eric Breitbarth (DLR) vom Projekt QuantiCoM (Projektfokus QuantiCoM: Materialentwicklung) und Falko Kötter (FhG) vom Projekt SEQUOIA (ermöglicht den Zugang zum IBM Quantencomputer in Ehningen) eingeladen, ihre jeweiligen Unternehmensplattformen vorzustellen und aufzuzeigen, wie Sie teilnehmen können.

    Langfristig ist das Ziel, mit Ihnen zusammen derzeit ungelöste Probleme (z. B. die exakte Lösung komplexer dynamischer Belastungssimulationen wie ab-initio Berechnung von Materialeigenschaften) in F&E-Projekten einer Lösung zuzuführen. Bringen Sie also Ihre Herausforderung mit – Anmeldung unter wolfgang.seeliger(at)leichtbau-bw.de

  • Projektgruppe 15: Bauteilintegrierte Sensorik und KI

    Projektgruppe 15: Bauteilintegrierte Sensorik und KI

    Autonome Systeme müssen Ihre Umgebung wahrnehmen können und benötigen dafür eine Vielzahl von Sensoren, die zu einer Gewichtszunahme führen.

    Bauteilintegrierte Sensoren sollen diese Gewichtszunahme vermeiden. Eine Machine-Learning-basierte Datenauswertung unterstützt dabei die Umweltinterpretation und die aktive Reaktion auf die Umwelt.

Sie sind herzlich eingeladen, an den Sitzungen teilzunehmen. Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmerzahl limitiert ist. Wenn Sie wissen wollen wann die nächsten Termine sind, wenden Sie sich bitte an: michael.zeller(at)leichtbau-bw.de