Zukunftstrend Leichtbau: „Am Leichtbau kommt man nicht vorbei“

05.04.2019

 

Leichtbau war einer der zentralen Themenschwerpunkte auf der diesjährigen Hannover Messe.

Dass man mit Leichtbau Produkte nicht nur leichter, sondern auch besser und effizienter macht, stellten 14 Aussteller am Gemeinschaftsstand Leichtbau aus Baden-Württemberg mit ihren innovativen Leichtbaulösungen unter Beweis.

Für großes Aufsehen sorgte dabei ein „kleines“ Fahrzeug am Stand: Der ILO1 feierte in seiner weiterentwickelten Version Premiere auf der Messe. Nur die Hälfte an Energie, ein Drittel des Gewichts und ein Viertel des Raumbedarfs „verbraucht“ das Elektrofahrzeug im Vergleich zu einem normalen Pkw. „So ein Mobilitätskonzept hat das Potential, unser Stadtbild zu verändern, wenn 75 Prozent der Verkehrsflächen in Städten frei werden können“, meint Dr. Wolfgang Seeliger, Geschäftsführer der Leichtbau BW GmbH. „Der ILO1, in dem auch Teile von Ausstellern des Gemeinschaftsstandes verbaut sind, ist ein Paradebeispiel für Konzeptleichtbau, in dem auch die Themen Digitalisierung und additive Fertigung zusammenfließen“, so Seeliger weiter.  Und welche ungenutzten Potenziale sich mit Konzeptleichtbau heben lassen und warum der Leichtbau den zentralen Enabler für eine Reihe von innovativen Fahrzeugkonzepten und Technologien darstellt, hat eine neue Studie der Leichtbau BW untersucht. „In einigen Bereichen wird es ohne intensiven (Konzept-) Leichtbau keine Möglichkeit für marktfähige Elektromobilität geben“, sagt Seeliger. „Es geht um Use-Case-optimierte Fahrzeuge, die genau auf die Erfüllung einer bestimmten Funktion zugeschnitten sind, zum Beispiel den Transport einer Person. Denn im Berufsverkehr sitzen nur 1,1 Personen im Fahrzeug. Weglassen, das ist die grundlegende Philosophie des Konzeptleichtbaus – weniger geht nicht mehr“, so Seeliger weiter. Die Studie steht kostenlos unter folgendem Link zum Abruf bereit: www.leichtbau-bw.de/konzeptleichtbau

Im Leichtbau bewegt sich was

„Leichtbau ist ein wichtige Schlüsseltechnologie, an der man nicht vorbeikommt“, sagt Seeliger. Das zeigte unter anderem der 1. Lightweighting Summit der Bundesregierung bei der Hannover Messe seine Premiere. So freuten sich die 14 Aussteller am Gemeinschaftsstand „Leichtbau aus Baden-Württemberg“ über großes Interesse an ihren smarten Leichtbaulösungen. „Der Gemeinschaftsstand war für uns eine tolle Möglichkeit, neue Geschäftskontakte zu knüpfen. Die Qualität der Gespräche war gut, viele hatten sich im Vorfeld gezielt informiert“, sagt Christian Ludwig, Geschäftsleiter Marketing bei Accelerated Innovation GmbH. Auch Matthias Bath von der Parare GmbH zieht nach fünf Tagen Messe ein positives Fazit. Das Unternehmen bietet Beratung und Entwicklung sowie die Fertigung von Bauteilen mittels Metall-3D-Druck an: „Das Thema additive Fertigung stößt – über alle Branchen hinweg – auf großes Interesse. Dass haben wir hier auf der Messe gemerkt“, sagt Bath.

 

Weitere wichtige Leichtbau-Termine in 2019:

  • 20. und 21. Mai: 6. Technologietag Hybrider Leichtbau, Stuttgart
  • 3. Juli: Roadmapping-Workshop „Technologie-Transferprogramm Leichtbau“, Berlin
  • 4. Juli: Konferenz „Leichtbau im urbanen System“, Heilbronn