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Mit Circular Economy das Klima retten!

24.07.2020

 

Beim Symposium "Leichtbau im urbanen System" haben Branchenexperten diskutiert, welche Chancen die Circular Economy für das Bauwesen bietet und welche Werkstoffe in Hinblick auf Nachhaltigkeit und Wiederverwendbarkeit geeignet sind.

Mit dem Klimawandel stehen wir vor einer langfristigen Herausforderung, denn so wird bei anhaltenden Treibhausgasemissionen der Meeresspiegel bis 2300 um 5 Meter ansteigen. Hinzu kommt, dass wir die CO2-Emissionen in den nächsten 10 Jahren um 45 % senken müssen, um die Erderwärmung auf 1,5°C zu begrenzen zu können.

Das Bauwesen hat dabei eine massive Auswirkung auf das Klima, denn die Branche verursacht die Hälfte des deutschlandweiten Müllaufkommens und verbraucht rund 40 % der weltweiten Ressourcen – und durch die zunehmende Weltbevölkerung wird die Nachfrage nach Rohstoffen für den Bau weiter wachsen. Schätzungen besagen sogar, dass aufgrund immer mehr benötigten Wohnräumen alles Baumaterial, was bis zum Jahr 2000 verbaut wurde, sich bis 2050 nochmal verdoppeln wird.

Mit Leichtbau und dem gezielten Einsatz von Material, können wertvolle Ressourcen eingespart sowie das Klima geschützt werden. Eine zunehmend wichtige Rolle spielt dabei der derCircular Economy Gedanke, welcher auch die Leichtbau Philosophie widerspiegelt. Ziel der modernen Kreislaufwirtschaft ist ein nachhaltiges Handeln und die Wiederverwendung von Materialien, um das Abfallaufkommen und die Umweltbelastung möglichst gering zu halten.

Beim Symposium „Leichtbau im urbanen System“ am 21. Juli in Stuttgart haben Branchenkenner die Chancen und Bedeutung der Circular Economy für das Bauwesen erläutert und anhand Best Practice vorgestellt, welche Werkstoffe in Hinblick auf die Nachhaltigkeit und Wiederverwendbarkeit geeignet sind.

Dabei waren sich die Experten einig, dass jeder Baustoff seine spezifischen Vor- und Nachteile hat, doch erst die Kombination ermöglicht in den meisten Fällen ein intelligentes und ressourceneffizientes Bauen. Dafür ist es umso wichtig, dass Ingenieure und Materialrecycler bereits im Planungsprozess zusammenarbeiten, um den Kreislaufgedanken im Bau zu integrieren. Helfen können dabei sogenannte Materialdatenbanken, in welchen alle Produkte und Materialien im Gebäude aufgelistet werden. So lässt sich dann beispielsweise auch der Circularity Index, also die Höhe der Wiederverwendbarkeit eines Gebäudes problemlos definieren.

In der Podiumsdiskussion mit den Experten wurde zudem deutlich, dass Circular Economy sowie CO2-arme Baulösungen zukünftig eine immer größere Rolle beim Kunden und bei den Investmentkriterien spielen werden. Die Frage nach dem richtigen Material lässt sich nicht nur auf Basis des Preises beantworten, denn beim Vergleich der unterschiedlichen Werkstoffe spielen auch andere Faktoren wie Festigkeit oder Leistungsfähigkeit eine entscheidende Rolle. Daher müssen bereits in der Planung und in der Schaffung geeigneter Materialien Faktoren wie Kreislauffähigkeit, Recycling und Wiederverwendbarkeit berücksichtigt werden.

Das Fazit der Podiumsdiskussion war somit, dass bereits viele (Lösungs-) Ansätze existieren und die eigentliche Aufgabe darin besteht, die Circular Economy wirtschaftlich so zu gestalten, dass es in der breiten Masse des Bauwesens etabliert werden kann. Bei der Materialauswahl muss dabei für jedes einzelne Projekt die passenden Fertigkeiten und Fähigkeiten bewertet und Werkstoffe geschickt miteinander kombiniert werden.

Einen kleinen Bilderrückblick des Symposiums finden Sie unter www.leichtbau-bw.de/lus20