Leichter und besser mit AM aus BW

17.10.2019

 

Treffen Sie unsere Leichtbauexperten auf dem Gemeinschaftsstand auf der formnext in Halle 12.0 D95.

Lange Prozesszeiten, hohe Herstellungskosten und Nachbearbeitung – das sind oft noch die Hürden beim 3D Druck. Die Experten am Gemeinschaftsstand „Leichtbau aus Baden-Württemberg“ zeigen in Halle 12.0 D95 wie man diese Herausforderungen dennoch stemmen kann und wie Sie Ihre Bauteile nicht nur schneller produzieren, sondern diese auch optimieren – von der Funktionsintegration beim Engineering bis hin zur präzisen Nachbearbeitung im Anschluss an den Druck. Und dort, wo additiv gefertigte Bauteile an Grenzen stoßen, haben die Unternehmen auch eine Lösung parat.

Mit einer der wichtigsten Schritte in Sachen Additive Manufacturing ist das richtige Engineering: CADFEM GmbH unterstützt Entwickler mit ihrer Simulationssoftware bei der Optimierung von Bauteilen, sodass weniger Fehldrucke entstehen und es so fast keinen Ausschuss mehr gibt, was Kosten reduziert.

Schneller zum fertigen Produkt

Bevor es dann an den Druck geht, steht die Frage nach dem richtigen Werkstoff im Raum: Rosswag Engineering hat vom TÜV SÜD als erster Hersteller von Metallpulvern für die additive Fertigung eine Zertifizierung erhalten. So kann dank vollständiger inhouse Prozesskette inklusive eigener Pulververdüsung innerhalb weniger Wochen eine vollständige AM-Materialqualifizierung durchgeführt werden, um so neue Metallwerkstoffe nach den jeweiligen Anforderungen bereitzustellen. Das Start-up Q.big 3D GmbH stellt einen selbst entwickelten Großraum-3D-Drucker vor, mit dem sich großvolumige Bauteile besonders wirtschaftlich und schnell herstellen lassen. Der Clou: Der Düsendurchmesser lässt sich während des Druckens variieren und anstelle von Filament kommt Granulat zum Einsatz. So können beispielsweise Außenflächen mit einem feinen Düsendurchmesser gedruckt werden, wohingegen etwa die innere Struktur eines Bauteils mit einem größeren Durchmesser hergestellt wird, um Zeit und somit Kosten zu sparen und was für mehr Stabilität im Bauteil sorgen kann.

Lösungen, wo AM derzeit noch an Grenzen stößt

Wo Toleranzen und die Oberflächengüte von additiv hergestellten Bauteilen nicht ausreichen, kann MiMplus Technologies GmbH & Co. KG mit dem MIM-Verfahren Abhilfe schaffen: Hierbei wird der klassische Kunststoffspritzguss auf die Welt der Metalle übertragen und es lassen sich im Metallpulverspritzguss Bauteile mit komplexen Geometrien in unterschiedlichsten Materialien herstellen. Die Schübel GmbH bietet mit dem AddCasting-Verfahren eine Möglichkeit, um auch kleine Serien von Metallbauteilen mit komplexen Geometrien wie hinterschnittigen Bereichen kostengünstig herzustellen. Dabei wird anstelle eins Wachslings das Modell des Bauteils aus Kunststoff 3D-gedruckt. Anschließend können mit diesem Modell mittels Feinguss weitere Teile der gleichen Geometrie hergestellt werden – was deutlich schneller geht als „klassischer“ Metall-3D-Druck und der vorgelagerte Werkzeugbau entfällt komplett.

Die INPECA GmbH | BÖLLINGER GROUP stellt Prototypen von Bauteilen hoher Komplexität her – so kann man schneller neue Werkzeuge testen und optimieren sowie die time to market verkürzen. Oft müssen die Teile noch nachbearbeitet werden, weil sie noch nicht „fertig“ aus dem Drucker kommen. Die Burgmaier Technologies GmbH & Co. KG kombiniert ihr Prozesswissen aus der subtraktiven Bearbeitung von Werkstücken mit der additiven Fertigung, um ein Bauteil aus einer Hand anbieten zu können. Durch die präzise Nachbearbeitung der gedruckten Teile sind hohe Qualitätsanforderungen in Sachen Maßhaltigkeit und Oberflächen möglich. Die Fabrikado GmbH stellt die neue Version ihres überarbeiteten Webshops für Metall- und Kunststoffteile vor. Dort kann man einfach CAD-Modelle von Bauteilen hochladen, zwischen 3D-Druck-, Schneide- und Zerspanungsverfahren für die Herstellung sowie verschiedenen Materialen wählen – und bekommt dabei bei jedem Schritt sofort den Preis kalkuliert.