Leichtbauer aus Baden-Württemberg ziehen Messebesucher in ihren Bann

27.04.2018

 

Hannover Messe: Die 15 Aussteller auf dem Gemeinschaftsstand begeistern mit ihren innovativen Leichtbaulösungen.

Als Weltpremiere war am Gemeinschaftsstand „Leichtbau aus Baden-Württemberg“ auf der Hannover Messe eine komplett digitalisierte Entwicklungskette zu sehen, die viele Messegäste zum Staunen brachte: Über 500 Besucher probierten den Demonstrator vor Ort aus und konnten dabei live erleben, wie ein Bauteil für sie individuell angepasst, optimiert und mit einem Preis sowie Lieferdatum versehen wurde. Auch die Hightech-Leichtbau-Karosserie des neuen Porsche Panamera Sport Turismo zog zahlreiche Blicke auf sich. So konnten sich die 15 Aussteller über regen Zulauf und großes Interesse an ihren innovativen Leichtbaulösungen freuen und zahlreiche neue Geschäftskontakte knüpfen.

Hier gelangen Sie zum Download des Presse-Kits (inkl. Bilder): Presse-Kit HM2018

Ein Bauteil in Echtzeit individuell an eine Person anpassen, optimieren und direkt auf den 3D-Drucker schicken? Was nach Zukunftsmusik klingt, konnte man bei der Hannover Messe am Gemeinschaftsstand „Leichtbau aus Baden-Württemberg“ bereits heute schon erleben. Denn beim Projekt „live mass customization“ war eine komplett digitalisierte Entwicklungskette zu sehen: Mehr als 500 Besucher probierten während der fünftägigen Messe den Demonstrator am Gemeinschaftsstand aus – und staunten nicht schlecht, als sie live am Bildschirm verfolgen konnten, wie innerhalb weniger Sekunden ein Sitzschlitten aus dem paralympischen Biathlon an ihr individuelles Belastungsprofil angepasst wurde. Die CAD-Daten des angepassten Sitzes wurden dann an eine Online-Plattform übermittelt, die sofort Preise und Lieferzeiten von Lieferanten einholte.

Der Demonstrator ist ein Gemeinschaftsprojekt von neun Unternehmen.  „Durch die Digitalisierung der Prozesskette und die Entwicklung sowie Produktion in einem Netzwerk aus mehreren Unternehmen hat man die Chance, die time-to-market zu verkürzen. Das ist ein enormer Werthebel“, erklärt Dr. Wolfgang Seeliger, Geschäftsführer der Leichtbau BW GmbH Das Projekt knüpfte dabei direkt an das diesjährige Leitthema „Integrated Industry – Connect & Collaborate“ der Hannover Messe an: „Unser Demonstrator zeigt auch eine ganz neue Art und Weise, wie Produktion und Entwicklung zukünftig noch enger zusammenarbeiten können“, meint Seeliger.

Auch Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg, sowie Rick Snyder, Gouverneur des US-Bundesstaates Michigan, waren bei ihren jeweiligen Standbesuchen begeistert, was heute schon dank Digitalisierung möglich ist. Vor Ort informierten sie sich im persönlichen Gespräch außerdem über die innovativen Leichtbaulösungen: Egal ob es sich um ein kleines Start-up wie Cassini Systems Europe aus Weil der Stadt oder um ein großes Hightech-Unternehmen wie Trumpf aus Ditzingen handelte – die Aussteller am Gemeinschaftsstand präsentierten in Hannover baden-württembergisches Know-how und ein breites Spektrum an Lösungen, um Teile oder Produkte nicht nur leichter, sondern auch besser zu machen: Angefangen von der Simulation und Optimierung von Entwicklungs- und Produktionsprozessen, über Additive Fertigung oder der speziellen Behandlung von Oberflächen bis hin zu hybriden Werkstoffen. Bei manchen Exponaten war Anfassen auch ausdrücklich erlaubt, damit sich die Messebesucher ein Bild davon machen und erfahren konnten, wie „leicht“ die Produkte etwa im Vergleich zu herkömmlichen Bauteilen oder Lösungen am Markt sind.

Ein Blickfang war dabei am Gemeinschaftsstand auch die Rohkarosserie des Porsche Panamera Sport Turismo, die als Anschauungsbeispiel für die Potentiale von Multimaterialdesign diente und um die herum die 15 Aussteller ihre Leichtbaulösungen zur Schau stellten. „Für uns hat sich die Teilnahme an der Hannover Messe auf dem Gemeinschaftsstand auch in diesem Jahr wieder mehr als gelohnt“, sagt Thomas Simon von der Werner Bauser GmbH. Und auch Dr. Anna Buling von ELB – Eloxalwerk Ludwigsburg Helmut Zerrer GmbH zog nach fünf Messetagen ein positives Fazit: „Wir haben wirklich viele qualitativ hochwertige Gespräche führen und neue Kontakte knüpfen können.“ Auch das Konzept des Gemeinschaftsstandes sei toll, denn „wir wollen und müssen den Leuten zeigen, was wir und die anderen Unternehmen aus Baden-Württemberg im Leichtbau alles leisten und bieten können“, sagt sie.

Die Landesagentur für Leichtbau Baden-Württemberg organisierte den Stand wie in den Vorjahren gemeinsam mit Baden-Württemberg International. Die Landesagentur ist auch Partner der HANNOVER MESSE Industrial Supply sowie im Fachmessebeirat der Veranstaltung vertreten.