ThinKing Oktober - Maschinen in wenigen Minuten neu modellieren mit Software von MESHPARTS

26.10.2015

 

Die Modellierung von Maschinen am Computer ist bislang mit viel Handarbeit verbunden gewesen. Die FE–Modellierungssoftware mit direkten Schnittstellen zu Ansys® und Abaqus® des Stuttgarter Startups MESHPARTS GmbH verspricht Konstrukteuren hier Abhilfe.

Dank einer großen Modellbibliothek lassen sich beispielsweise einzelne Komponenten schnell und einfach ändern, ohne dass die komplette Baugruppe manuell am Bildschirm neu erstellt werden muss. Das spart nicht nur Nerven, sondern auch Zeit und Kosten. Gleichzeitig lassen sich ganz neue Designoptionen unproblematisch austesten, auch zur Gewichtsreduktion.

FE Simulation bietet für Maschinenbau großes Potenzial

Die Landesagentur für Leichtbau Baden-Württemberg präsentiert diese innovative Dienstleistung mit ihrem ThinKing im Oktober. Die Leichtbau BW GmbH stellt unter diesem Label regelmäßig beispielhafte Produkte und Dienstleistungen im Leichtbau aus Baden-Württemberg vor.

"Eine große CAD-Baugruppe mit einer der klassischen FEA-Software zu berechnen ist bislang vielen Nutzern zu ineffizient", sagt der Gründer der MESHPARTS GmbH, Alexandru Dadalau. "Das ist auch der Grund, warum die überwiegende Mehrheit der Maschinenhersteller keine FE-Software in der Entwicklungsphase einsetzt: zu teuer, viel zu aufwendig und dann auch noch wenig aussagekräftig."

90 Prozent der Bauteile in Maschinen lassen sich standardisieren

Dieses Manko soll jetzt durch die neue Software von MESHPARTS der Vergangenheit angehören. "Unsere Software mit integriertem FE-Modellbaukasten wurde speziell für die effiziente Modellierung von großen Finite-Elemente-Baugruppen entwickelt", unterstreicht Dadalau.

Diese Modellbibliothek ist das Herzstück der Software-Lösung von MESHPARTS. Eine Werkzeug-Maschine oder ein Roboter sind zwar komplexe mechatronische Systeme. Sie bestehen aber lediglich nur zu einem Zehntel aus eigenhergestellten Gussbauteilen oder Schweißkonstruktionen. Über 90 Prozent aller Komponenten in einer Werkzeugmaschine sind standardisierte Zukaufteile.

Zeitaufwand für die Modellierung sinkt um das Zehnfache

Dies macht Dadalau sich zunutze. "Für die sich oft wiederholenden FE-Modelle steht unsere umfangreiche parametrische FE-Modellbibliothek zur Verfügung." Resultat sind eine Software und eine Modellbibliothek, die eine gelungene Lösung für die FE-Simulation großer Baugruppen mit Ansys® und Abaqus® ergeben.
Bislang war es so, dass die gleichen FE-Modelle - trotz großer Ähnlichkeit - immer wieder von Hand neu modelliert werden mussten, obwohl nur geringe Änderungen vorgenommen wurden.

Für die Maschinen-Komponenten finden sich in der Bibliothek fertige Finite-Elemente-Modelle, die alle relevanten Vereinfachungen und Eigenschaften bereits enthalten. Damit entfallen beispielsweise die langwierige Suche in Katalogen oder die Recherche nach Steifigkeitskurven. Durch die Wiederverwendbarkeit von erstellten FE-Modellen und der komponentenorientierten Finite-Elemente-Modellierung sinkt die Modellierungszeit erfahrungsgemäß um den Faktor 10, bei Konstruktionsänderungen um vieles mehr.

20 Maschinenvarianten an einem Tag sind möglich

Statt einer Maschine in fünf Tagen lassen sich auf diese Weise 20 Maschinenvarianten in nur einem Tag simulieren. Dies ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil, gerade mit Blick auf Leichtbau oder Industrie 4.0. Genutzt wird die Software bereits von Maschinenbauern wie Festo AG & Co. KG oder Scherdel siment GmbH. 

Kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) aus Baden-Württemberg bietet das Startup Beratungs- und Coachingdienstleistungen 50 Prozent günstiger an, sofern die Beratung die Neuausrichtung des Unternehmens durch Erschließung innovativer Produkt-, Prozess- bzw. Dienstleistungsfelder betrifft. Die Beratung erfolgt im Rahmen des Förderprogramms Coaching des Europäischen Sozialfonds (ESF) bzw. über die MFG Innovationsagentur für IT und Medien Baden-Württemberg.

www.meshparts.de